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Buchmesse ganz nach Shakespeare

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Frankfurt am Main, den 5. Mai 2006 - Börsenblatt Online verkündet: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wird erstmals im April 2007 eine internationale Buchmesse in London ausrichten. So hat es der der Vorstand des Verbandes und der Aufsichtsrat der BBG (Börsenverein Beteiligungsgesellschaft mbH), der Muttergesellschaft der AuM, in Frankfurt entschieden. Die Leitung und Organisation übernimmt die Frankfurter Buchmesse, als Ausstellungs- und Messe GmbH (AuM) des Börsenvereins. The Book Fair Earl’s Court London findet von Montag, 16. April, bis Mittwoch, 18. April 2007 statt. Doch es kam alles anders als gedacht

1. Akt

Es hatte der Vorstand des Verbandes und der Aufsichtsrat der BBG (Börsenverein Beteiligungsgesellschaft mbH), der Muttergesellschaft der AuM, in Frankfurt entschieden: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wird erstmals im April 2007 eine internationale Buchmesse in London ausrichten.
Die Leitung und Organisation sollte die Frankfurter Buchmesse, als Ausstellungs- und Messe GmbH (AuM) des Börsenvereins übernehmen. "The Book Fair Earl’s Court London findet von Montag, 16. April, bis Mittwoch, 18. April 2007 statt. Angebote und Preislisten wurden bereits angekündigt…

Darauf die FAZ am 9.Mai:

Krieg der Messen - Die Frankfurter Buchmesse bläst zum Angriff. … Hier wird ein Verdrängungswettbewerb ausgetragen. … Buchhändler und Schriftsteller spielen in London keine Rolle, fachfremde Besucher oder gar Schulklassen, die in Frankfurt durch die Gänge strömen, sind unerwünscht. ...

Die Schlacht um den Buchmessenplatz London hat gerade erst begonnen, aber ihr Ausgang steht in einer Hinsicht bereits fest: Am Ende wird es nur eine Frühjahrsbuchmesse an der Themse geben.


2. Akt

Zwei Tage später kam die Reaktion aus London und man konnte der FAZ entnehmen: „Die Londoner Buchmesse schlägt zurück“ Jetzt meldet der Londoner Veranstalter, er habe zur selben Zeit die selben Messehallen wie die Frankfurter gemietet.

Darauf „überrascht und tief enttäuscht” ist Jürgen Boos, Direktor der Frankfurter Ausstellungs- und Messe GmbH, ist von dem Rückzug seines Londoner Geschäftspartners, dem Betreiber der Messehallen Earl's Court.Stellungnahme von Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, zur Book Fair Earl's Court London

Pressemeldung vom 11.05.2006 Frankfurter Buchmesse

Am vergangenen Donnerstag, 4. Mai, hat sich die Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit dem Unternehmen EC&O Venues auf die vertraglichen Bedingungen geeinigt, was die Nutzung des Messegeländes Earl’s Court in Central London betrifft.

Am Freitag, 5. Mai, haben wir und EC&O Venues die Pressemeldung gemeinsam verabschiedet, in der die Frankfurter Buchmesse ihre neue Buchmesse für April 2007 am Standort Earl’s Court angekündigt hat. Den endgültigen Vertrag über die Anmietung des Messegeländes haben wir gestern, am 10. Mai, von EC&O Venues erhalten. Es scheint so, als habe EC&O Venues zur gleichen Zeit mit dem Messeveranstalter Reed über einen Vertrag verhandelt. Wir haben EC&O Venues dringend um eine Stellungnahme und die Klärung der genauen Umstände gebeten.

Die Schlagzeilen in der Presse:

Die Londoner Buchmesse schlägt zurück +++  Vertragsbruch +++  London - Frankfurt 1:0, 

Image

3. Akt

Die Frankfurter Buchmesse « The Book Fair Earl's Court London 2007 » nicht durchführen. Nach eigenen Angaben wird Reed Exhibitions am selben Ort und zur selben Zeit auf dem Messegelände Earl's Court vom 16.-18. April 2007 die Londoner Buchmesse durchführen.

Pressemeldung vom 12.05.2006 Ein Sieg für die Buchbranche

„Auch wenn wir die Buchmesse im Herzen Londons nicht selbst veranstalten, haben wir mit unserem Engagement das wichtigste Ziel für die Buchbranche erreicht: Die Londoner Buchmesse wird künftig wieder im Zentrum Londons stattfinden“, kommentiert Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, die neuesten Entwicklungen am Buchmesseplatz London.

Nach dem Bruch der mündlichen Vereinbarung durch den Hallenbetreiber EC&O Venues, kann die Frankfurter Buchmesse nicht wie angekündigt im nächsten Jahr die neue „Book Fair Earl's Court London“ durchführen. Mögliche juristische Schritte gegenüber EC&O Venues lässt die Frankfurter Buchmesse gegenwärtig prüfen. ...

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse © Frankfurter Buchmesse „Unser Kerngeschäft sind Buchmessen und Dienstleistungen für die Buchbranche. Wir kennen das internationale Verlagsgeschäft und nehmen die Wünsche und Bedürfnisse unserer Aussteller und Besucher ernst – unser Motiv für das Engagement in London. Dass es uns gelungen ist, in nur fünf Wochen eine Alternative zur der an den Stadtrand abgewanderten Buchmesse auf die Beine zu stellen, zeigt die Dynamik und Flexibilität unseres Unternehmens. Bestärkt durch das überwältigend positive Echo der internationalen Verlagsbranche werden wir weiter mit voller Kraft an unserer Präsenz im internationalen Raum arbeiten. Wir danken den britischen Verlegern, Buchhändlern und Agenten für ihre überwältigende Unterstützung. Natürlich bedauern wir, diese Messe nicht selbst veranstalten zu können.“

Ende

 

Was hat dieser Auftritt gekostet und für wen war das gut?

VIEL LÄRM UM NICHTS, oder ?

 
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