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SiaMMädchen - suche Verlag

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SchwachPerfekt 
Ich suche einen Verlag, der bereit ist, meinen Schicksalsroman "SiaMMädchen" (ohne finanzielle Autorenbeteiligung) zu veröffentlichen.
Kontakt:
Ilse Gretenkord
Sternbuschweg 152, 47057 Duisburg
Tel.: 0203/376927, Fax: 0203/375361

Rita und Meike von Ahrens-Breyl (beide 16) leben als siamesische Zwillinge auf dem Gut ihrer Mutter. Der Vater ist schon vor Jahren fortgegangen. Den Mädchen wird alles geboten, was man mit Geld bieten kann. Natürlich leiden beide dennoch schwer unter ihrem Schicksal, das auch verschiedene Bezugspersonen nicht lindern können.

Der Roman „SiaMMädchen“ schildert bis ins Detail die Tragik des Schicksals der siamesischen Zwillingsmädchen. Er lässt keine Alltagssituation aus, diskutiert Fragen der möglichen Trennbarkeit der „Missgeburt“ unter der Gewissheit, eines der Kinder dabei opfern zu müssen, schildert die Tragweite der Schwerstbehinderung aus Sicht nahe stehender Personen. Einblicke in die Tagebücher der Zwillinge verdeutlichen ebenso deren sehr unterschiedliche Charaktere wie Schilderungen ihres Verhaltens, ihrer Äußerungen, ihrer selbst gewählten Outfits, die nur durch massiven Widerstand gegen die extrem dominante Mutter durch gesetzt werden können.

Besonders deutlich bringt der Roman zum Ausdruck, wie schwer wiegend sich eine körperliche Behinderung auf die Psyche auswirken kann. Das ist zwar bei jedem physischen Handicap der Fall; hier jedoch liegt die besondere Tragik darin, dass die Mädchen es täglich weniger ertragen können, keinen einzigen Atemzug lang ganz allein sein zu können, weder bei der Verrichtung ihrer Notdurft noch bei einem privaten Gespräch unter vier (statt unter sechs) Augen. Ständig sind sie gefesselt – niemand kann auch nur für einen einzigen Augenblick die Fesseln lösen; es gibt keine Lösung, keine Erlösung – außer im Tod.

 



Exposé : SiaMMädchen
Autor: Ilse Gretenkord - Registriert: Filmidee.de IdeenSafe Key 0608031603A

„Mein soeben beendetes, üppiges Frühstück stieg mir bis zum obersten Ende der Speiseröhre, als ich sie (oder es?) sah.
Sie? – Zwei bildhübsche Mädchen?
Es? – Das Monster? RITA und MEIKE VON AHRENS-BREYL, mit ihren 16 Jahren nur ein wenig jünger als ich und so vom Schicksal gebeutelt. Ich konnte nicht fassen, was ich sah: Siamesische Zwillingsmädchen, am Rücken untrennbar zusammen gewachsen. Zehn Zentimeter gemeinsame Wirbelsäule im Brustbereich – welches Gefängnis kann schlimmer sein?“

Eine fiese Laune der Natur hat Rita und Meike erbarmungslos dazu verurteilt, ein Leben lang aneinander gekettet zu bleiben. Die Tragik eines solchen Schicksals ist unvorstellbar: keine Regung, kein Wort, kein Atemzug ohne Beobachtung. Hoffnungslos „menschenunwürdig“!!!

Die Ich-Erzählerin, ANGELA, ist sechzehn Jahre alt, als sie zusammen mit ihrer MUTTER (die dort als Privatlehrerin der Zwillinge arbeiten soll) auf das elterliche Gut der Mädchen zieht und das Ganze aus der Sicht einer Gleichaltrigen messerscharf beobachtet und ständig auf den „wunden Punkt“ bringt.

Frau ANNETTE VON AHRENS-BREYL, die Mutter der Mädchen, versucht die unvermeidliche Realität grotesk zu vertuschen. Sie kann Dank Ihres Vermögens den Mädchen alle nur denkbaren Erleichterungen verschaffen: Sonderanfertigungen von Toilette und Möbeln, von Reitsattel und Bettkran, von Kleidung und Autositzen sind ebenso selbstverständlich wie das Ermöglichen von Reisen, von Lernen durch Privatlehrer, von Musizieren und sportlichen Aktivitäten.
Die äußeren Umstände zeichnen sich aus durch optimale Versorgung und hilfreiche Erleichterungen. Umso krasser wird das psychische Elend der Schwestern deutlich, die zunehmend die Belastung spüren, die mit ihrem unabänderlichen Doppelleben verbunden ist. Sie werden sich ihrer fatalen Situation schrittweise bewusster und können das Fehlen jeglicher Intimsphäre täglich schlechter ertragen. Gibt es etwas Brutaleres, als keinen Toilettengang allein durchführen zu dürfen, keine Geheimnisse voreinander haben zu können und mit der Aussicht leben zu müssen, dass Sex mindestens zu dritt stattfinden muss?

Die (zwangsläufig eineiigen) Zwillingsmädchen sind trotz äußerer Gleichheit charakterlich extrem verschieden. Meike ist dominant, unangepasst, aufsässig und würde lieber heute als morgen diesem Elend ein Ende bereiten. Je älter sie wird, desto weniger kann sie die ausnahmslos ständige Gegenwart ihrer Schwester ertragen. Rita ist für Meike wie eine Fessel, viel mehr als ein Gefängnis, in dem sie wenigstens ein paar Schritte allein tun könnte. Das grauenvolle Schicksal der Mädchen hat zur Folge, dass Meike zeitweise die Realität ausblendet und in eine andere Persönlichkeit schlüpft; in solchen Phasen imitiert sie ihren Vater OLAF, dessen verächtliche, weil hilflose Äußerungen ihr aus früher Kindheit in Erinnerung geblieben sind.

Rita, die Introvertierte, quält sich ebenso zunehmend mit ihrer massiven Behinderung ab, ergibt sich jedoch immer wieder in ihr Schicksal; sie leidet mehr unter den Zornesausbrüchen ihrer Schwester als unter allen körperlichen Einschränkungen. Rita ist bereit, sich nach den Vorstellungen der Mutter mädchenhaft zu kleiden, auf ihr Äußeres zu achten und sich angemessen zu verhalten. Trotzdem hat sie einen ungewöhnlichen Herzenswunsch; sie möchte am liebsten singend und tanzend auf einer öffentlichen Bühne auftreten – eben gerade wegen der Besonderheit, die sie und ihre Schwester zu außergewöhnlichem Ruhm verhelfen könnte. Gedanklich setzt sie sich intensiv mit dem Schicksal anderer siamesischer Zwillinge auseinander, indem sie alles liest, was je darüber geschrieben wurde.

Während Rita ihre Abneigung gegen die Mutter zu verbergen versucht, empfindet Meike nur Hass, den sie offen zeigt. Sie gibt der Mutter die alleinige Schuld an dem menschenunwürdigen Dasein. Während ihr Vater einer Trennung der Zwillinge zugestimmt hätte, was allerdings zwangsläufig einem Mädchen das Leben gekostet hätte, hat sich Frau von Ahrens-Breyl mit aller Vehemenz dagegen entschieden. Sie scheint voll und ganz in der Aufgabe aufzugehen, den Mädchen unter Einsatz aller finanzieller Mittel ein fast perfektes Leben zu bieten. Trotzdem ist sie zwei Mal fest entschlossen, sich mit einem neuen Mann zusammen zu tun. Dafür ist sie, besonders als sie mit einem Sohn schwanger ist, bereit, die Mädchen in ein exclusives Heim abzuschieben. Die erste Liebe wird durch Meike und Rita vergrault – wofür sich ihre Mutter böse an ihnen rächt - , die zweite Liebe zerbricht, als sie durch einen Unfall das ungeborene Kind verliert.

Der Vater der Zwillinge hat sich das Elend einige Jahre angesehen und akribisch die Entwicklung der schwerst behinderten Kreatur in Bildern fest gehalten. Eines Tages ist er wortlos gegangen; zurück bleiben im Fotoalbum nur hübsche strahlende Mädchen – „erschaffen“ durch die Fotografen, die unter der Regie seiner Exfrau die Kinder stets ins rechte Licht rücken müssen.

Die Altherrin des Gutes, die OMA der behinderten Kinder, kann sich nicht gegen ihre Tochter wehren, sieht wortlos zu, wie diese ihre Töchter regiert. Sie hat Mitleid mit den Mädchen, tröstet sie durch ihre warmherzige Zuneigung; wirklich helfen kann sie nicht. Außerdem belastet sie der schlimme Gedanke, ein Familienfluch sei Schuld an dem grausamen Schicksal ihrer Enkelinnen. Meike liebt die Oma sehr und hasst sie zugleich wegen ihrer Ohnmacht.

Eine große Rolle im Leben der Mädchen spielt auch die Hausdame MARIA, die seit über dreißig Jahren im Dienste der von Ahrens-Breyl steht und sowohl ziemlichen Einfluss auf die Mutter der Zwillinge hat wie auch deren Vertrauen genießt. Sie hat vom ersten Tag ihres traurigen Daseins an die Kinder und ihre Entwicklung beobachten können und leidet mit den bedauernswerten Wesen, die sich gegenseitig das ohnehin schon trostlose Leben auf Grund ihrer extrem verschiedenen Persönlichkeiten noch mehr zur Hölle machen. Sie ist es auch, die Angela viel aus Ritas und Meikes jungem Leben erzählt.

Dr. STEINER gelingt es durch viel Geschick, unterschiedlich starkes Vertrauen der Heranwachsenden zu gewinnen, indem er ihnen als Arzt und Psychologe nach Kräften beisteht und manches drohende Unheil seitens ihrer ehrgeizigen Mutter von ihnen abwendet. Außerdem ist er befreundet mit dem Vater der Mädchen, der immer über den aktuellen Stand der Entwicklung informiert sein möchte, obwohl dieser seit Jahren den persönlichen Kontakt meidet.

Die PIVATLEHRER, die Frau von Ahrens-Breyl in ihr Haus holt, bleiben oft nicht sehr lange, weil sie sehr schnell an ihre Grenzen stoßen, wenn sie zwei so völlig unterschiedlich motivierte Teenager vom Sinn des Lernens und umfangreichen Wissens überzeugen sollen. Die meisten verbringen recht unspektakulär ein bis zwei Jahre in dem Herrenhaus; nur Frau REINHARD hat Profit aus ihrer Tätigkeit als Lehrerin für Englisch und Französisch geschlagen. Sie hat ihre Schülerinnen täglich mittels einer in einer Stoffpuppe versteckten Kamera während des Unterrichts gefilmt und ihre Informationen und Bilder lukrativ an die Presse verkauft. Seitdem ist sie spurlos verschwunden.

Der GÄRTNER des Anwesens und sein Sohn JULIAN, der drei Jahre älter ist als die Zwillinge, können das Vertrauen der beiden gewinnen. Julian setzt sich sehr für die Belange von Meike und Rita ein, rettet ihnen sogar einmal das Leben. Die Mädchen mögen ihn, sind aber auch bereit zu akzeptieren, dass er und Angela sich ineinander verlieben.

Erfreuliche Höhepunkte im Leben der Mädchen sind das Welttreffen siamesischer Zwillinge, der Besuch eines Rockkonzertes mit ihrem Vater, die Reise nach Lappland zu ihrem Onkel THOMAS, ihre wenigen Bühnenauftritte. Der letzte endet tragisch und reiht sich somit ein in die Menge von Tiefschlägen durch sensationsgeile Fremde, durch beinah tödliche Unglücksfälle sowie durch Phasen von Tabletten- und Magersucht und Selbstmordabsichten.

„Ein schwerer Reitunfall ist der Anfang vom Ende. Meike und Rita fallen beim Ausritt vom Pferd, brechen sich den obersten Halswirbel und sind seitdem auch noch vollständig gelähmt. Nach heftigem Sträuben sind sie jedoch in ihrer hoffnungslosen Lage bereit, durch Angela ihr jämmerliches Dasein in Buchform fest halten zu lassen. Ihr Vater liefert dazu die Fotos, auf denen er die schrecklichsten Momente im Leben der Zwillinge im Kindesalter dokumentiert hat. Als das Buch trotz riesiger Proteste seitens Annette von Ahrens-Breyl erscheint, rächt sie sich fürchterlich an Rita und Meike. Sie lässt alle fremden und neugierigen Leute ins Haus, in das Zimmer, in dem ihre bewegungslosen Töchter in einer besonderen Bettkonstruktion vor sich hin vegetieren. Jetzt müssen sie sich in ihrem ganzen Elend auch noch begaffen lassen. Angela fasst einen Entschluss ...

 
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