Die MVB Marketing- & Verlagsservice des Buchhandels GmbH (ein Wirtschaftsunternehmen des Börsenvereins des deutschen Buchhandels) bietet ab Januar 2010 über ihren Informationsdienst "IBU" einen neuen Service für Verlage an und richtet sich damit besonders an Kleinstverlage und Selbstverleger. Dabei handelt es sich um eine webbasierende Bestellverwaltung mit Funktionen die sonst nur auf Marketplaces zu finden sind. Der Vorteil des OrderManagers ist, dass lediglich ein jährlicher Beitrag erhoben wird und keine Provisionen beim Verkauf, wie sonst auf anderen Marktplätzen üblich, anfallen.
Zu den umfangreichen Leistungen gehören u. a.: Verwaltung von Bestellungen, Generierung von elektronischen Auftragsbestätigungen (Rückmeldungen) und Lieferscheinen (ELS), Erstellung und Druck von Packzetteln, Archivierung von Bestellvorgängen.
Um sich heute im Buchmarkt mit seinem Verlag behaupten zu können, braucht man nicht nur interessante Buchtitel, sondern muß sich auch den modernen Anforderungen des Handels stellen. Neben branchenüblichen Konditionen, ist die Lieferbarkeit und zeitnahe Kommunikation auf dem elektronischen Wege im Buchhandel üblich, wenn nicht gar zwingend erforderlich. Die Auftragsabwicklung über Email ist nicht mehr ausreichend. Emails geraten heute schnell einmal im SpamFilter und erreichen oft zu spät oder garnicht ihr Ziel. Der eigene Webshop ist zwar dienlich, aber für den stationären Buchhandel in den meisten Fällen zu unpraktisch. Effektiver sind geschlossene Systeme - Marktplätze wie sie z.B. von Amazon, booklooker, abebooks, ZVAB, eBay und anderen angeboten werden. Schon lange in der Branche etabliert ist das elektronische Bestellsystem des Buchhandels, über das korrespondierende Dokumente (Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung behandelt (ggf. auch eine Formatkonvertierung BWA EANCOM und EDIFACT einschließt) und über spezielle Dienstleister ausgetauscht werden. Buchhandelsketten setzen die Teilnahme am elektronischen Datenverkehr voraus und immer mehr Buchhändler beschränken ihr Sortiment auf Verlage, die dem System angeschlossen sind. Dazu ist es wiederum erforderlich ein spezielles Warenwirtschaftssystem (WWS) im Verlag einzusetzen, das diesen Standards erfüllt.
Doch letzteres ist bei den meisten Selbstverlerger und Kleinverlage nicht der Fall, oder allein aus Kostengründen nicht tragbar. Mit dem IBU-Order-Manager sind nun gerade auch kleinere Verlage in der Lage, wichtige Funktionen des elektronischen Buchbestellwesens zu nutzen und dem Buchhandel anzubieten. So können sie sich im Wettbewerb besser behaupten – und sich einen größeren Bestellerkreis erschließen. Zur Anmeldung
Mehr zu diesem Thema demnächst auch in unserer Videoreihe: Von der Idee zum Buch - Erfolgreich verkaufen.
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