Sie ist die größte Untersuchung des Leseverhaltens in Deutschland seit acht Jahren: Die neue Studie „Lesen in Deutschland 2008“ der Stiftung Lesen, gefördert von der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Berlin, 4. Dezember 2008 - In Deutschland liest jeder Vierte niemals ein Buch. Das belegt die aktuelle Studie „Lesen in Deutschland 2008“, der Stiftung Lesen, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die heute veröffentlicht wurde.
Die Vision vom „Bildschirm-Lesen als Zerstörer der Lesekultur“ trifft laut Studie nicht zu: „Lesen am Bildschirm ist im Alltag angekommen – dennoch möchte die Mehrheit nicht auf gedruckte Bücher verzichten.“ Was schätzen die Leser an den Printmedien? „Gedrucktes wird weiterhin als besonders glaubwürdig empfunden. Und es bietet offenbar mehr Orientierungshilfe: 20 Prozent beklagen, dass sie sich beim Lesen am Bildschirm verzetteln.“
6 „Lese-Typen“ prägen die deutsche Leselandschaft:
25% zählen zu den „Leseabstinenten“ – für sie ist Lesen mühevoll.
24% haben als „Lesefreunde“ eine hohe emotionale Wertschätzung
des Lese-Erlebnisses.
20% sind „informationsaffine“ Leser.
12% Vielmediennutzern“ - sind sie sowohl Computern als auch einem
„schön gestalteten Buch“ aufgeschlossenen
11% ziehen Computer gegenüber Büchern vor.
8% halten alle Medien für „Ballast“.
2.500 Jugendliche und Erwachsene wurden bei dieser umfangreichsten Lesestudie seit dem Jahr 2000 repräsentativ befragt.